36 Waisenkinder aus KSB-Zweigstelle verschwunden

Vor etwa vier Monaten wurden 36 Kinder aus der Missionsstation KwaSizabantu Schulzendal in Mpumalanga benachrichtigt, dass sie die Station verlassen mussten. Wo sich diese 36 Kinder heute befinden, können weder die KwaSizabantu Mission (KSB) noch ihre Schwesterorganisation Doctors for Life beantworten.  

Die Missionsstation KwaSizabantu Schulzendal wurde 2002 eingerichtet und dient als Außenstelle der Hauptmissionsstation KSB in KwaZulu-Natal. Unter der Leitung des verstorbenen John Powys wurden eine Mühle für Einheimische gebaut, eine Grundschule eingerichtet und Arbeitsplätze in Form von Landwirtschaft in der Gemeinde geschaffen. Nach Powys‘ Tod übernahm sein Sohn Jonathan Powys die Leitung. 

Jonathan brach 2018 die Verbindung zu KSB und der Schulzendal-Mission ab, nachdem er finanzielle Unregelmäßigkeiten vermutete. 

Maroela Media berichtete früher, dass Detective Mike Bolhuis Behauptungen nachgeht, dass einige KSB-Führungskräfte in Geldwäsche in Höhe von etwa 136 Millionen Rand verwickelt seien. Dieses Geld soll KSB zwischen 2015 und Dezember 2018 gestohlen worden sein. Inzwischen sind einige Hauptverdächtige identifiziert worden. 

In der Missionsstation sind heute keine Mühle, Schule oder Arbeitsmöglichkeiten sichtbar. Auch keine Kinder. 

Der ehemalige KSB-Mitarbeiter Conrad Ellis sagte, das Kinderheim und die Schule der Schulzendals-Mission seien ebenfalls Opfer der angeblichen Korruption und der schlechten Führung gewesen. Ellis, der eineinhalb Jahre lang Projektleiter für fünf Gewächshäuser in der Schulzendal-Missionsstation war, sagt, dass die Kinder vor vier Monaten benachrichtigt wurden, dass sie die Mission verlassen müssen, die drei Jahre lang ihr Zuhause war.  

„Einige der Kinder sind sehr klein. Die meisten dieser Kinder kommen aus schlimmen Verhältnissen und Familien, die sich nicht gut um sie kümmern können. Es gibt einen Jungen, der nur  sechs Jahre alt ist. Sein Vater ist Alkoholiker. Jedes Kind hat seine eigene Geschichte. Ellis ist gerührt, wenn er über die Kinder spricht:“ Es fällt mir schwer, darüber zu sprechen. „ 

Etwa 18 der 36 Kinder stammen aus dem LifeChild Waisenhaus in Malelane. LifeChild ist ein Projekt von Doctors for Life (DFL). Das DFL wurde 1991 von Dr. Albertus van Eeden, einem Mitarbeiter und Prediger bei der Hauptmission von KwaSizabantu in KwaZulu-Natal, gegründet. Seine Frau, Karin van Eeden, leitet das LifeChild-Projekt.

Seit 2016 hatte sich die Zahl der Kinder auf 36 verdoppelt. Ellis sagt: „Mitglieder der Gemeinschaft haben Kinder dorthin gebracht, deren Eltern gestorben sind und die nicht mehr von der Tante oder Großmutter betreut werden können. Eine Gemeindemitarbeiterin in der Gegend, Spefina Ntombi Nyambi, brachte vor einiger Zeit Kinder in die Mission, weil sie sich bereits um andere Kinder kümmerte. Nyambi wurde vor drei Monaten gebeten, die Kinder abzuholen. „Ich habe keinen Platz für die Kinder. Sie haben keine Geburtsurkunden oder Ausweispapiere. Ich kann sie nur samstags ernähren. „Heute weiß ich nicht, wo die Kinder sind.“ Laut Ellis begann die Schulzendal-Mission zu zerfallen, nachdem Powys zurückgetreten war. „Alle sind weg.“ 

Ein gewisser Sabastian Merlo und seine Frau wurden nach dem Rücktritt Powys in die Mission berufen. Abigail Ndlela wurde als Betreuerin für die Kinder eingesetzt, wurde aber in diesem Jahr ebenfalls weggeschickt. „Am Morgen des 28. August wurde mir gesagt, ich solle mit allen Kindern gehen“, sagt Ndlela. „KwaSizabantu war mein Zuhause. Ich habe mein zu Hause verloren. ” 

Ndlela selbst hat ein eigenes Waisenhaus in Schoemansdal. „An diesem Tag brachten sie die Kinder mit einem Bakkie dorthin, wo sie herkamen. Sie setzten mich und neun der Kinder bei mir zu Hause ab. Sie gaben mir auch ein Kind aus dem Ostkap. Sie verbaten mir, die Mission zu besuchen. „

Ehemalige und derzeitige Mitarbeiter von Doctors for Life, mit denen Maroela Media Kontakt aufnahm, entschieden sich, nicht mit den Medien zu sprechen. 

Bei verschiedenen Gelegenheiten nahm Maroela Media sowohl mit KwaSizabantu als auch mit den „Doctors for Life“ über Anrufe und E-Mails Kontakt auf. Bei einer Gelegenheit sprach die LifeChild-Managerin Karin van Eeden kurz mit den Medien. Sie wollte nur bestätigen, dass ein Sturm im Jahr 2016 das Dach eines anderen Waisenhauses in Schoemansdal zerstört hat.

22.September 2020

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