Der Bruderkrieg

Erlo Stegen beklagt sich  über seinen Bruder  /  Botschaft mit Größenwahn

26.5.2019 – Der Kampf um die Deutungshoheit der dubiosen Vorgänge in der Mission Kwasizabantu tobt in Europa und Südafrika. Und während Friedel Stegen, ehemals die Nummer zwei in der KSB-Hierarchie, durch europäische Kwasizabantu-Gemeinden tourt und die Anhänger (zuallererst die Leiter der KSB-Zweigstellen) auf seine Seite zu ziehen und der Mission in Afrika abspenstig zu machen versucht, schlägt Erlo Stegen verbal um sich und beklagt sich über seinen Bruder. Wie immer in Kwasizabantu: er wird  nicht konkret   sondern er ergeht sich in Andeutungen. Darüber hinaus beweist Erlos Stegen wieder einmal Hybris und Größenwahn.

Folgender Brief Erlo Stegens wurde am 26. Mai in den afrikanischen KSB-Gemeinden  verlesen – eine Gemeinde verweigerte sich allerdings dem Wunsch.

25.Mai 2019

Liebe Brüder,

Mit großer Traurigkeit in meinem Herzen habe ich die Entwicklung der Ereignisse durch meinen Bruder Friedel Stegen in den Gemeinden der europäischen und australischen Mission Kwasizabantu beobachtet.

Als der Herr uns vor 45 Jahren (1974) die Türen öffnete, um das Evangelium nach Europa zu bringen, hätte ich nie gedacht, dass es so enden würde.

All diese Jahre war es unser Herzenswunsch, dass der Herr in dir die Einheit schafft, die Er uns durch die Erweckung in Südafrika gegeben hat. Hier in Südafrika arbeitet der Herr immer noch in der Kraft der Erweckung, und der Teufel hat es nicht geschafft  unsere Einheit zu zerstören.

Mein Herz bricht, dass ihr, die ihr zuerst die Botschaft der Erweckung mit Freude empfangen habt, euch nun so leicht von mir löst. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas möglich sein könnte, solange ich noch am Leben bin.

Ich danke Gott, dass, obwohl es nur wenige gibt, sie bereit sind, den Preis für das Leben zu zahlen, das  aus der Botschaft der Erweckung kommt. Mein Gebet ist, dass sie mit feurigem Eifer voranschreiten und dem Herrn treu bleiben, bis er endet.

Der Herr sei mit dir.

In Seiner Liebe

Erlo Stegen

Also: Erlo Stegen gibt an, er habe „die Entwicklung der Ereignisse“ durch seinen Bruder in den Gemeinden der europäischen und australischen Mission Kwasizabantu beobachtet. Das heißt gar nichts. Was sollen die Empfänger der Nachricht davon halten – „die Entwicklung der Ereignisse“? Wie immer in Kwasizabantu (und das ist bei Friedel Stegen kein bisschen anders) gibt es nichts Konkretes, es wird mit schwammigen Formulierungen um sich geworfen die alles und gleichzeitig nichts sagen. Wieder die alte Masche: Die Menschen in der Mission werden dumm gehalten. 

Dann lässt Erlo Stegen, der, wie es heißt, heftig an Demenz erkrankt sein soll, einen Satz los, der die ganze Hybris seiner Person, seiner Mission und seines ihn eng umgebenden Kreises aufzeigt. Er schreibt (oder eher: lässt schreiben)  und lässt verlesen: Als der Herr uns vor 45 Jahren (1974) die Türen öffnete, um das Evangelium nach Europa zu bringen,… Wie bitte? Erlo Stegen und die Seinen haben das Evangelium nach Europa gebracht? Was denkt dieser Mensch sich eigentlich dabei? Das Evangelium war längst hier, unter Nero gab es ab 60 nach Christus die Christenverfolgung in Rom, die Christianisierung Europas nahm danach ihren Lauf. Auf Erlo Stegen hat niemand gewartet. Und er hat nicht das Evangelium gebracht sondern eine Mischung aus Zulu-Kult, Christentum, speziellen Regeln – und Spaltung, Trennung, Verzweiflung, Kadavergehorsam, blinde Unterordnung. Von „Erweckung“ keine Spur, die Anhänger wurden gesetzliche „Superchristen“, die sich als Gottes Elite fühlen sollten. „Das Evangelium nach Europa zu bringen….“ – welch eine großmäulige Vermessenheit, welch ein Größenwahn!

Dann redet Stegen von „Einheit“ – was in KSB-Kreisen ein gefährliches Wort ist. Denn „Einheit“ bedeutet Unterwerfung unter die, nennen wir es einmal  „politische Linie“ der Missionsleitung – und die  gab immer Erlo Stegen vor. Nun, wo von sexuellem Missbrauch sogar seiner Töchter die Rede ist, wo von kriminellen Transporten von Millionensummen in Plastiksäcken berichtet wird , über deren Verwendung noch immer niemand zu wissen scheint, wo Lydia Thofozi Dube in die allererste Reihe der Führung von KSB aufgerückt ist, die ihre Wiederauferstehung erlogen und eine von ihr angezettelte Entführung erst abgestritten und dann zugegeben hat – nun „Einheit“ zu verlangen ist ein bisschen viel verlangt. Selbst für manche jahrzehntelang bis unter die Haarspitzen Gehirn-gewaschene KSB-Leute. Welch ein Mangel an Differenzierungsvermögen, welch ein Mangel an Fingerspitzengefühl, in einer solchen Situation von „Einheit“ zu schwadronieren! 

Na klar: Die Erweckung, so Erlo Stegen, geht immer weiter, wird immer doller, alles super – er und seine Leute haben das Gespür nicht dafür, dass ihre Erweckung längst sozusagen den Status von Stalingrad erreicht hat – jenen Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg, als     Deutschland noch vom Endsieg träumte, aber der Krieg unwiderruflich verloren gehen musste. So ist es nämlich mit Kwasizabantu: jetzt beginnt die Auflösung in Etappen.  

Er schreibt:  Mein Herz bricht, dass ihr…euch nun so leicht von mir löst. Ist da niemand um ihn herum, der ihn jemals zu korrigieren wagte? Oder war er derart beratungsresistent und diktatorisch, dass nur galt, was er sagte? Haben also alle in seiner Umgebung immer mitgemacht – die schlimmsten Verfehlungen also gedeckt, Jungfernschaftstests an jungen Mädchen durchgeführt, Menschen verprügelt, geradezu gefoltert, physisch und psychisch missbraucht? Vergewaltigungen gedeckt? Dubiose Finanzgeschäft gedeckt? Und so weiter? Frage: Was soll der Mensch machen, wenn er begreift, dass da einer immer weiter diesen Kurs verfolgt, sie selbst aber vielleicht doch ahnen, dass es der falsche ist? Dann kann der Mensch sich nur lösen von ihm. Dass er darüber staunt, macht deutlich, wie sich Erlo Stegen über Jahrzehnte in einen Elfenbeinturm zurückgezogen hat und die Realitäten  nicht mehr wahrnimmt. 

Zum Schluss kommt noch ein sybillinischer satz, der geradezu unheimlich daher kommt: Ich danke Gott, dass, obwohl es nur wenige gibt, sie bereit sind, den Preis für das Leben zu zahlen, das  aus der Botschaft der Erweckung kommt. Mein Gebet ist, dass sie mit feurigem Eifer voranschreiten und dem Herrn treu bleiben, bis er endet.

Was meint er denn? Was ist der Preis? Konkret??? Soll das ein Hinweis sein, wie ihn seinerzeit Jim Jones in Guayana an seine Sektenmitglieder gegeben hat? Zu Erinnerung: Als ein US-Abgeordneter 1978 den obskuren Peoples Temple in Guyana inspizieren wollte, drehte sein Gründer Jim Jones durch. Erst massakrierte er die Besucher. Dann zwang er seine Anhänger zum Suizid. Was schreibt Stegen da – was soll das heißen?? WAS ist der Preis??

Interessant auch: ….obwohl es nur wenige gibt…..schreibt er. Also immer weniger? Und doch Erweckung immer mehr? Ein   Widerspruch! Was ist nun richtig? Wenige oder immer mehr?

Ganz nebenbei: Jemand in Kwasizabantu, der Erlo Stegen seit Jahrzehnten sehr treue Dienste erwiesen hat,   ist aus Südafrika geradezu geflohen – die Privatsekretärin Erlo Stegens.. Über sie lief alles, an ihr ging nichts vorbei. Sie wusste so gut wie alles, was um und mit Erlo geschah, was er plante, was er wollte, was er tat. Jetzt ist sie in Deutschland. Man kann Rückschlüsse ziehen warum sie  die Flucht angetreten haben mag.  So viele aktuelle Vorwürfe krimineller Machenschaften in Kwasizabantu um Erlo Stegen herum – war es da vielleicht besser zu gehen?