Die gefallene Kronzeugin

 

Die Rolle der Dube-Frauen in der Mission Kwasizabantu / Trance , Spiritismus und kriminelle Energie

Die Zulufrau Hilda Dube und ihre Töchter Lydia und Lindiwe spielen in der Mission Kwasizabantu eine zentrale Rolle. Visonen, Trancesitzungen, eine angeblich reale, persönliche Begegnung mit Jesus, die Lydia Dube zur Kronzeugin für die Richtigkeit der Sizabantu-Theologie eines menschlichen Perfektionismus machte – und schließlich eine fingierte Entführung: die Merkwürdigkeiten um die Dube-Frauen sind zahlreich. Hier ein Auszug aus dem Buch „Kwasizabantu – Erlo Stegen und die Erweckung unter den Zulus“ von Joachim Rosenthal.

Welche Rolle spielen die Zulufrauen Dube in der KSB?

Erlo Stegen steht seit Anfang der 60er Jahre in enger Verbindung mit der Spiritistin Hilda Dube. Die Ereignisse von 1966/1967 stehen in direktem Zusammenhang mit ihr. Sie ist bis zum heutigen Tag eine der einflussreichsten Personen in Kwasizabantu und steuert hinter den Kulissen ganz entscheidend den Kurs der KSB. Spiritismus tritt in der KSB nicht zufällig auf. Erlo Stegen hat sich diesem antichristlichen Einfluss ganz bewusst geöffnet. Er benutzt Hilda Dube als spiritistisches Medium, um „göttliche“ Botschaften zu empfangen. Diese teuflische Praxis ist ein deutlicher Hinweis für das Wirken eines Lügengeistes. Wo Christen sich nicht mehr vom Heiligen Geist führen lassen und die Liebe zum Wort Gottes nicht annehmen, vollzieht sich Gericht Gottes. Die Heilige Schrift zeigt uns, dass die Macht der Verführung in Zusammenhang steht mit der fehlenden Liebe zur Wahrheit:

„Der Böse aber wird in der Macht des Satans auftreten mit grosser Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, dass sie gerettet würden. Darum sendet ihnen Gott die Macht der Verführung, so dass sie der Lüge glauben.“ (2. Thes. 2,9-11)

In einem Brief des Südafrikaners Erwin Redinger (der die KSB von Anfang an kennt) an einen mittlerweile ehemaligen KSBler wird die Macht der Verführung anhand der Beziehung zwischen Erlo Stegen und Hilda Dube ganz deutlich:

„Lieber Herr ……, ich habe Ihren Brief bekommen. Eigentlich bin ich erstaunt, dass Sie solange mit KSB verbunden sind und nichts von der Sache mit Hilda und Erlo wissen. Ich war unter dem Eindruck, dass die Leute, die schon lange mit KSB verbunden sind, alle davon wissen, denn im Anfang war das „common knowledge“ (das gemeinsame Wissen, Anmerkung des Verfassers) unter den Angehörigen von Mapumulo, wo ja alles angefangen hat. Hilda ist ja noch immer da. Sie war der Mittelpunkt der ganzen Arbeit. Es zeigt sich nur wieder, wie sie das in der späteren Zeit geheim gehalten und verborgen haben. Wenn Erlo sich davon gereinigt hat, wie Sie das hoffen, dann wäre das nur annehmbar, wenn er es öffentlich bekennt, dass er betrogen und verleitet worden ist von bösen Geistern, sonst müssen wir annehmen, dass sie noch weiter machen mit den Trancen und das er es noch nie als verkehrt angesehen hat. Er hat uns damals gesagt, dass es eine Gabe Gottes ist und dass er dadurch beschützt wird vom Irrtum. Ich weiss ja nicht, ob Sie mein Schreiben gelesen haben, das ich an Freunde in Deutschland geschickt hatte. Ich habe wenigstens zwei lange Briefe geschrieben, die viel Information enthalten. Was ich geschrieben habe ist die Wahrheit, wie ich es erlebt und erfahren habe, und es kann durch viele andere bestätigt werden.“

In einem Schreiben an seine Freunde schreibt Redinger:

Als es anfing, nahm Erlo für sich in Anspruch, dass Gott ihm eine Gabe gegeben habe, so dass er nicht irre gehen könne. Obwohl es seine Gabe war, wurde sie durch Hilda (Frau Dube) ausgeführt. Sie begab sich in Trance und sprach dann ‚Gottes Wort‘ zu Erlo. Erlo sagte mir, dass Gott ihm diese Gabe gegeben habe, sonst könne er vom Wege abkommen. Ich war Zeuge einer dieser Sitzungen. Hilda sprach zuerst in Zungen, und dann war sie ruhig, und dann sprach sie einige Worte, die Erlo auf einem Blatt Papier notierte. Nach dieser Zusammenkunft fuhren wir weiter nach Durban. Auf dem Weg erwähnte jemand das, was Hilda in dieser Versammlung gesagt hatte. Hilda war sehr erfreut zu hören, was sie gesagt hatte, weil, wie sie sagte, sie niemals wusste, was sie gesagt hatte, wenn es ihr nicht jemand erzählte. … Ich erinnere mich, wie Erlo mir erzählte, dass am Anfang, wenn er und Hilda zum Beten zusammenkamen, es geschehen konnte, dass sie nicht in Trance fallen konnte. Nach dem Beten erkannte er dann, dass das Problem bei ihm lag, und sobald er es bekannt hatte, konnte sie wieder in Trance fallen und ihm ‚Gottes Wort‘ sagen. Aber weil es für Hilda eine so große Anstrengung bedeutete, wenn dies geschah, bat er den Herrn, sie einfach in eine Trance fallen zu lassen, ohne ihm Antworten zu geben. Auf diese Weise konnte er dann merken, dass irgend etwas nicht in Ordnung war, was er in Ordnung bringen musste. Der Herr erhörte diese Bitte.

Es mag Menschen geben, die sagen, dass diese Trance-Geschichte jetzt vorbei ist. Ich glaube das nicht, denn wenn es zu jener Zeit falsch war, dann sollten sie es bekennen und sagen, dass sie sich geirrt hatten, anderenfalls muss geschlussfolgert werden, dass es noch immer so weitergeht. Für mich liegt der Beweis dafür, dass es noch immer so weitergeht in der Geheimnistuerei der ganzen Leiterschaft. Wie es jemand sagte: Dinge passieren nie natürlich oder spontan, die Menschen werden immer überraschend damit konfrontiert. Der Herr hat plötzlich dies gezeigt oder dies oder das gesagt, und dies oder das muss getan werden. Für mich heißt das nicht im Lichte wandeln, sondern in der Finsternis. Dies heißt nicht, die Menschen Christus anzuverloben, sondern sie sich selbst anzuverloben.“

Die medialen Kräfte Hilda Dubes hatten sich ganz offensichtlich auch auf ihre beiden Töchtern Lydia und Lindiwe übertragen, und so wurde sie zusammen mit ihren Töchtern das Werkzeug einer okkulten Beeinflussung der KSB. Da die Zulus hochgradig in Spiritismus verwickelt sind, hätte Stegen gewarnt sein müssen. Er wurde besonders vor Hilda Dube gewarnt, doch allen Warnungen zum Trotz lieferte er sich ihrem Einfluss aus. Somit fanden auch die spektakulären Visionen ihrer Tochter Lydia bei Stegen und der KSB offene Türen.

Lydia Dubes Visionen haben in der KSB eine wichtige Schlüsselfunktion. Durch sie wurde Stegen mit seiner Botschaft scheinbar bestätigt. Damit bestand für viele Christen kein Zweifel mehr an seiner „göttlichen“ Sendung. Dass dies ein Schuss nach hinten war, weil auch Lydia das Sprachrohr böser Geister wurde, erkannten leider nur ganz wenige.

Mit den Visionen Lydia Dubes ging der Wunsch Stegens in Erfüllung, mehr Jugendliche zu erreichen. Es wird berichtet, dass sich 50 junge Zulus durch die Visionen bekehrten. Das klingt zunächst erfreulich und wird von den KSBlern in der Regel auch wieder als Segen Gottes und als Beweis für die Echtheit von Dubes Visionen angeführt:

„Die Zulus, die immer behauptet haben, dass das Christentum mit seinen Aussagen über Himmel und Hölle die Religion der Weissen sei, nahmen Lydias Zeugnis an. Sie erklärten: ‚Nun wissen wir, dass die Geschichten über Himmel und Paradies wahr sind; denn Lydia ist eine der Unseren. Sie sagt die Wahrheit.‘ „

Es bleibt nun die Frage, ob sich die Jugendlichen bekehrten, weil sie zum Glauben an Jesus gekommen waren, oder weil sie zum Glauben an Dubes Visionen fanden. Visionen sind eine äusserst schlechte Glaubensgrundlage, weil sie das ideale Täuschungsmittel Satans sind. Das Wort Gottes sagt dazu:

„Denn die Götzen reden Lüge, und die Wahrsager schauen Trug und erzählen nichtige Träume, und ihr Trösten ist nichts. Darum geht das Volk in die Irre wie eine Herde und ist verschmachtet, weil kein Hirte da ist.“ (Sach. 10,2)

„Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Lasst euch durch die Propheten, die bei euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen, und hört nicht auf die Träume, die sie träumen!“ (Jer. 29,8)

Lydia Dube wurde am 26.3.1952 in der Nähe von Mapumulo, dem Zentrum der „Erweckung“, geboren und in der lutherischen Kirche getauft, weil ihre Eltern nominell zur lutherischen Kirche gehören (Mapumulo hat ein lutherisches theologisches Seminar, zu dem auch Prof. Dr. Peter Beyerhaus und Dr. Kurt E. Koch Beziehungen pflegten). Lydias Eltern schickten Lydia zur Sonntagsschule. Doch schon mit 10 Jahren wurde sie die Anführerin einer Bande von vier Mädchen. Sie trug stets einen Stock mit sich herum, weil sie andere gerne damit schlug.

1964, zwei Jahre vor der „Erweckung“, kam Erlo Stegen mit einem Zelt nach Mapumulo. Lydia ging mit ihrer Bande in das Zelt und wollte es nach kurzer Zeit wieder verlassen. Aber sie konnte sich nicht erheben.

„Lydia brach bei dieser Unfähigkeit, sich zu erheben, schier der Schweiss aus. In diesem Augenblick trat Erlo auf sie zu und fragte: ‚Kann ich dir helfen?‘ Lydia erwiderte ängstlich: ‚Alles, was du über mich gesagt hast, ist richtig.‘ ‚Mit einem Pauschalbekenntnis kommen wir vor Gott aber nicht durch‘, antwortete Erlo. ‚Bekenne eine Sünde nach der anderen.‘ Das erschrockene Mädchen begann mit einer gründlichen Beichte. Erlo sprach ihr danach mit einem Bibelwort die Vergebung zu.“

Lydia war damals 12 Jahre alt. Ihr Leben wurde durch die Beichte mit Erlo Stegen ganz entscheidend geprägt. Sünde und Sündlosigkeit wurden zum Kernthema ihres Lebens und ihrer späteren Visionen. Koch schrieb:

„Von diesem Tag an brach ein neuer Abschnitt in Lydias Leben an. Sie versuchte, jeder Sünde zu entfliehen, weil die Hölle auf die Übertreter der Gebote Gottes wartet. Massive Worte aus den Johannesbriefen begleiteten sie durch den Tag, wie z.B. ‚Wer Sünde tut, der ist vom Teufel‘, ‚Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht‘, ‚Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Sünde.‘ (1. Joh. 3,6-9)“

1968 erhielt Lydia den Ruf, bei Erlo Stegen mitzuarbeiten. Noch im gleichen Jahr wurde Lydia ein Glied in Stegens Evangelisationsmannschaft. 1970 siedelte Stegen mit seinen Leuten von Mapumulo nach Kwasizabantu um. Lydia war zu dieser Zeit die einzige Jugendliche in Stegens Mitarbeiterkreis. Stegen hatte sich zum Ziel gesetzt, besonders die Jugendlichen zu erreichen. Doch im Zeitraum von drei Jahren kam kein Jugendlicher zum Glauben. Das änderte sich plötzlich, als Lydia 1973 erkrankte, angeblich starb und dann wieder zum Leben erwachte. Bei dem Scheintod von Lydia war der engste Mitarbeiterkreis von Erlo Stegen sowie Lydias Mutter Hilda anwesend. Bevor Lydia starb, gab sie Visionen an die Versammelten weiter, die Dr. Koch in seinem Buch „Im Paradies“ veröffentlichte. Dort heisst es:

„Am 8. April 1973 spielte sich dann ein heiliges Schauspiel ab, das allen Anwesenden unvergesslich bleibt. Man sah schon am Vormittag, dass es mit der Patientin zu Ende ging. Lydias Geist schwebte schon in der unsichtbaren Welt. Sie hatte eine Vision nach der anderen. Bei den Visionen berichtete sie stets den anwesenden Freunden, was sie sah.“

 

Die nun folgenden Visionen schildern einen gigantischen Hindernislauf bis zum Paradies, den vermutlich ausser Lydia Dube niemand bestehen würde. Selbst Dr. Kurt E. Koch, der unverständlicherweise alle Register der Theologie und Wissenschaft zog, um die Visionen Dubes als biblisch und göttlich zu rechtfertigen, mußte in seinem Buch über ihre Visionen kleinlaut bekennen:

“ … wenn ich all die Prüfungen überblicke, die Lydia durchstanden hat, dann muss ich einfach bekennen, dass ich mit tausendfacher Sicherheit sie nicht bestanden hätte.“

An dieser Stelle sprach Koch über sich das eigene Todesurteil aus. Wenn Dube recht hätte, wäre es auch das Vernichtungsurteil über alle, die an Jesus Christus glauben. Niemand hätte eine Chance, die Herrlichkeit zu erreichen, weil eine derartige Perfektion, wie sie durch die Visionen Dubes proklamiert wurde, unmöglich ist.

Hier nun einige Auszüge aus den Visionen, die auf ca. 20 Seiten in Kochs Buch „Im Paradies“ niedergeschrieben wurden. Die Visionen beginnen mit dem „Schmalen Weg“:

„Bei diesen Visionen betrat Lydia den schmalen Weg. Es war ein sehr steiler Aufstieg. Man konnte bei diesem beschwerlichen Weg nicht das geringste Gepäckstück mitnehmen. Selbst bei den anstrengendsten Wegpartien durfte man nicht ausruhen, obwohl rechts und links niedrige Felsen dazu einluden. Man musste den Weg fortsetzen, auch wenn man auf Händen und Füssen zu kriechen hatte. Wenn jemand sich auf einen Felsen setzen wollte, dann kippte der Felsen und fiel zusammen mit dem betreffenden Menschen in einen Abgrund, der mit der Höhle in Verbindung stand, in die der tanzende junge Mann gestürzt war. Oben auf der Spitze des steilen Berges stand Jesus mit einem Buch in der Hand. Drei Frauen in weissen Kleidern erreichten ihn. Der Herr sagte ihnen: ‚Ihr habt zwar eure Kleider gewaschen, aber sie nicht vollständig ausgewrungen. Es sind noch Schmutzreste darin.‘ Die drei Frauen durften den Weg nicht fortsetzen. …

Bei jedem Menschen, der ankam, schaute Jesus in sein Buch. Der Ankommende wusste dann sofort, ob er auf dem schmalen Weg weitergehen dürfte oder nicht. Lydia kam, und der Herr ließ sie weitergehen und begleitete sie.

Auf der folgenden Wegstrecke wurde Lydia verschiedenen Prüfungen unterzogen. Es war zugleich eine Rückschau. Zuerst kam sie an eine Stelle, da Menschen, die zur gleichen Familie gehörten, sich stritten und sich schlugen. Lydia wurde an die früheren Familienstreitigkeiten erinnert. Wenn sie alles nicht schon lange bereut und bereinigt hätte, wäre es ihr nicht gestattet worden, den Weg fortzusetzen. Sie betete: ‚Herr, bahne du mir einen Weg durch diese Kämpfe.‘ Sie wurde erhört.

Die nächste Prüfung war noch schwieriger. Sie traf einen Mann, der einen Sack trug, in dem Mehl und Zucker gemischt waren. Der Herr sagte ihm: ‚Bringe Mehl und Zucker auseinander.‘ Er konnte es nicht. Damit war ihm die Fortsetzung des Weges verwehrt. Der junge Mann hatte ein weltförmiges Christsein vertreten und Geistliches mit Weltlichem vermischt.  …

Alle diese Visionen waren zugleich eine Frage an Lydia: ‚Wie stand es bei dir in diesem Punkt?‘ Wenn irgend etwas nicht in Ordnung gewesen wäre, hätte der Herr sie den Weg nicht weitergehen lassen.  …

Auf dem schmalen Weg kam Lydia an eine Stelle, wo drei Männer dabei waren, unentwegt andere Pilger in schwarze Särge zu legen. Es wurde Lydia deutlich gemacht: das sind Gläubige, die über die Sünden der anderen reden, die kritisieren, verurteilen, verdammen; Gläubige, die andere abschreiben und beerdigen und dabei ihr Ziel verfehlen. Sie konnten auf dem schmalen Weg nicht weitergehen. … Die Prüfungsstationen wollten schier kein Ende nehmen. Das sind Illustrationen für die vielen Christen, die sich im Blick auf die Ewigkeit so leichtfertig benehmen.“

An dieser Stelle schiebt Dr. Kurt Koch eine Aussage ein, um den Visionen doch noch die richtige theologische Richtung zu geben:

„Einmal begegnete ich einem Kirchenältesten, der sein Heil darauf gründete, dass er in einem Traum Jesus gesehen hatte. Das ist keine biblische Errettung. Unsere Erlösung gründet sich auf die Tat Jesu am Kreuz und nicht auf einen Traum oder eine Vision.“

Die Visionen Dubes enden nach einem langen Hindernislauf wie folgt:

„Nachdem Lydia das Drahthindernis überwunden hatte, kam sie an die große Kontrollstation, ein geräumiges Haus, in dem die letzten Prüfungen für den Eingang in das Paradies vorgenommen werden sollten. Schon die Tür zu diesem Haus bedeutete ein geistliches Maßnehmen. Die Tür hatte eine bestimmte Höhe. Wer diese Höhe nicht hatte, kam nicht durch. Die größeren Personen konnten sich nicht bücken. Sie waren steif. Die kleineren konnten sich nicht strecken. Man musste das richtige Maß haben, das Maß Gottes. … Nach dem Betreten dieses Gerichtshauses erhielt jeder eine Art Pass, der abgestempelt wurde. Dann warteten alle, bis sie an die Reihe kamen. Es waren Richter und Ärzte anwesend, die jeden zu kontrollieren hatten. Der Präsident war ein Mann mit einem Gürtel um die Brust. Wir kennen diesen Mann aus Offb. 1,13 … Wer geistlich nicht ganz gesund war, wurde auf die Seite gestellt. Es handelte sich also um eine biblische Musterung, wer tauglich ist und wer nicht. Lydia hat durch Gottes Gnade bestanden. Die bei dieser Generalkontrolle durchkamen, wurden dann hinter das Gebäude geführt. Da war eine Kampfbahn, ein Sportfeld. Jeder hatte seine Kräfte zu zeigen und zu laufen. … Auch bei dieser Prüfung kam Lydia durch. Damit waren die Aufgaben der Generalkontrolle aber noch nicht beendet. … Was mit denen geschah, die nicht durchkamen, weiß Lydia nicht. Vergessen wir nicht, dass alle diese Kontrollen für Menschen auf dem schmalen Weg durchgeführt wurden. Da kann uns eine schreckliche Angst ankommen.“

Ja, da kann einem wirklich eine schreckliche Angst ankommen und sie sitzt vielen KSBlern so tief in der Seele, dass sie ihre Heilsgewissheit durch die KSB verloren haben, wenn sie eine solche überhaupt jemals vorher besaßen. Die Angst vor dem Verlust des Paradieses ist denn auch letztendlich die Kette, mit der jeder glühende KSBler an die Hauptzentrale in Südafrika angekettet ist.

Lydia war nun kurz vor dem Ziel. Alle Stationen und Prüfungen waren glücklich überstanden. Dann sah sie eine Gruppe weißgekleideter Personen auf sie zukommen. Ihr Auftrag bestand darin, alle diejenigen, die die Prüfungen bestanden hatten, zu versammeln. Aber auch hier konnte man noch verloren gehen, wenn man sich ihnen nicht anschloss. Lydia schloss sich ihnen an und kam dann zum Ziel.

„Ein Engel stand an dem Eingang zum Paradies und streckte die Arme nach ihr aus. Die im Sterbezimmer versammelten Freunde hörten noch ihren letzten Ausruf: ‚Da steht der Engel. Er heißt mich willkommen. Seht ihr ihn nicht? Da steht er doch!‘ Das war das Letzte, was sie sagte. Dann schloss sie die Augen und war tot. … Der Zeitpunkt ihres Todes war der 8. April 1973 mittags um drei Uhr.“

 

Nun war Lydia Dube im „Paradies“ und berichtete nach ihrer Rückkehr ins irdische Leben hiervon. Warum sie nun nicht im „Paradies“ bleiben konnte, wird wie folgt begründet:

„Im Paradies rief Jesus Lydia zu sich und sagte ihr: ‚Deine Freunde auf Erden weinen um dich. Ich will dich nochmals zurücksenden.‘ “

Jeder unbefangene Gläubige, der die Visionen Dubes liest und die Bibel kennt, muss sich unweigerlich die Frage stellen, ob die Visionen göttlichen Ursprungs sein können. Abgesehen davon, dass der Glaubenskampf nicht erst dann beginnt, wenn die „grosse Kontrollstation“ überstanden ist, so haben die Visionen Dubes einen bedrückenden und gnadenlosen Charakter. Hier wird das Ideal von einem perfekten und unfehlbaren Menschen auf dieser Erde aufgestellt. Aufgrund der Überbetonung des mensch-lichen Tuns und der eigenen Leistung (z.B.: „jeder hatte seine Kräfte zu zeigen“) ist mit großer Sicherheit anzunehmen, dass die Visionen Dubes nicht göttlicher Natur sind, denn das Evangelium betont im Gegensatz zum Tun des Menschen das Tun Gottes. Wir haben den Zugang zum Paradies nur durch den Glauben auf Grundlage des Blutes Jesu, und nicht durch unsere Werke. Es gibt in der Bibel kaum größere Gegensätze als die zwischen der Werkgerechtigkeit und der Glaubensgerechtigkeit. Hierzu zwei Bibelstellen:

„Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.“ (Eph. 2,8-10)

„Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid aus der Gnade gefallen.“ (Gal. 5,4)

Die Behauptung, dass Lydia im Paradies gewesen sei, muss aufgrund von mindestens zwei Aussagen stark bezweifelt werden. Koch schrieb:

1.) „Das Zentrum der Stadt war eine große Halle mit einem Thron. Auf diesem Thron, von dem eine unbeschreibliche Herrlichkeit ausging, saß Jesus. Alle beugten sich vor ihm, auch Lydia. Sie sagte: ‚Man konnte Jesus nicht ins Gesicht sehen, so hellglänzend war es. Wir beugten uns alle und schauten nach unten.‘ „

Nach Lydias Bericht gleicht das Paradies dem Neuen Jerusalem aus Offb. 21 und 22. Vorausgesetzt, das Paradies ist mit dem Neuen Jerusalem identisch, hätte sie auch Jesus ins Gesicht schauen können, denn die Schrift sagt:

„Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“ (1.Joh. 3,2)

„Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen und sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen  sein.“ (Offb. 22,3-4)

2.) Koch schrieb weiter: „Bevor Lydia den himmlischen Ort verliess, zeigte der Herr ihr eine große Kugel. Er erläuterte: ‚Die Menschen denken, sie könnten sich vor mir verstecken. Sieh einmal in diese Kugel hinein.‘ Lydia tat es. Sie sah die ganze Erde. Die Menschen, winzig klein wie Ameisen, liefen herum.  … Nach diesem letzten Erlebnis im Paradies kam Lydia wieder zu sich.“

Dass im Himmel mit den gleichen Methoden wie bei den Wahrsagern gearbeitet wird, kann nur glauben, der nicht mehr zwischen Licht und Finsternis unterscheiden kann. Hierzu schrieb Alexander Seibel:

„Nun gibt es keinen Fall in der Bibel, wo Frauen Gesichte haben. Auch die berühmte Stelle aus Joel 3,1-5, die in der Anwendung für unsere Zeit die Schlüsselstelle vieler Irrlehrer ist, zeigt hier einen ausdrücklichen Unterschied auf. Es steht eindeutig geschrieben (siehe auch Apg. 2,17), dass die Jünglinge Gesichte haben werden und die Söhne und Töchter weissagen. Wir haben in der Bibel Prophetinnen, aber keine Visionärinnen. Wir wollen hier nicht endgültig dogmatisch sein, doch sollte man von daher alle Berichte, die eine solche Quelle aufweisen, besonders kritisch prüfen. Die Kirchengeschichte kennt genug Beispiele, wie Irrlehren in die Gemeinde einbrachen, weil Frauen mit ihren Offenbarungen und Visionen durch die Lande reisten und ehrfurchtsvoll weiterempfohlen wurden. Frauen sind die besseren Medien. Das Starmedium in einem spiritistischen Zirkel ist deswegen immer eine Frau. Deswegen ging der Teufel an Eva heran und aus eben diesem Grunde untersagt Paulus der Frau das Lehren (1.Tim. 2,12-14).“

Die Visionen Dubes lassen uns hinter die Kulissen der KSB schauen. Was sich hier zeigt ist nichts anderes als das Wirken böser Geister! Aufgrund eines korrekt erscheinenden äußeren Auftretens der KSB fällt es schwer, dieser Tatsache ins Auge zu sehen. Doch Hinweise hierfür lieferte Koch an vielen Stellen selbst. So auch hier:

„Beim Beten erkannte Lydia zwei Zulus. Das Erkennen erfolgte auf eine übersinnliche Art. Ihre Gesichter konnte Lydia nicht erkennen. Es war auf dem ganzen Weg jenseits des irdischen Lebens ein Merkmal, dass eine neue Form der Mitteilung existierte.“ Diese „neue Form der Mitteilung“ ist Spiritismus in Reinkultur. Koch gab in seinem Buch über Lydias Visionen eine treffende Erklärung für das ab, was Spiritismus ist:

„Können diese umherschwirrenden Geister ein Gefühl des Friedens, der Freude hervorbringen und Lichterlebnisse inszenieren? Ja, das können sie.

Es liegen mir viele Erlebnisse von ehemaligen Spiritisten vor, die meinen Rat suchten. Sie bekannten, dass diese Geister sogar fromm reden und zum Beten auffordern können. Sie geben sich sehr moralisch, nur damit sie Glauben finden und verführen können. Ein früheres Medium, Victor Ernst, der das Buch geschrieben hat ‚Ich rede mit Geistern‘ bezeugte: Die Geister, denen ich in spiritistischen Sitzungen begegnete, gaben sich in den meisten Fällen sehr moralisch. „

Die Darstellung Kochs klingt fast wie ein Schuld-eingeständnis oder wie ein internes Streitgespräch mit Dube. Was Koch letztendlich dazu veranlasste, die Visionen Dubes als göttlich und biblisch darzustellen, kann aufgrund seines Unfalls 1987, der tödlich endete, wohl nur noch vermutet werden. Er, der wie kein anderer um okkulte Verstrickungen und Spiritismus besonders unter Schwarzen wusste und über 150 okkulte Strömungen aufdeckte, versuchte nun, der Christenheit Dubes Visionen als göttliche Wahrheit anzupreisen. Dies ist vermutlich eines der erschütterndsten Dokumente endzeitlicher Verführung. Alexander Seibel schrieb dazu:

„Doch war mir die Tatsache, solche Berichte bei Dr. Koch zu lesen, richtig erschreckend. Hat doch dieser Mann früher und in gewisser Hinsicht heute noch wirklich den Schwarmgeist bekämpft und dem Teufel Schaden zugefügt und viele seiner Bücher sind Leuten zum Segen geworden. … Insofern passen also, von den Warnungen der Wiederkunftskapitel der Schrift her gesehen, solche Entwicklungen, solche Erlebnisse, Zeichen und Wunder nahtlos in das Bild der Endzeit mit ihrem beängstigenden Irrationalismus und Mystizismus.“

 

Was auch für die Welt sichtbar wird, wenn die scheinchristlichen Fassaden Kwasizabantus plötzlich einstürzen, wurde dieses Jahr an einem Beispiel deutlich.

Im Juni 2000 informierten Trevor Dahl (Schwager von Erlo Stegen) und Barney Mabaso einige deutsche Freunde über die selbstinszenierte Entführung von Lydia Dube. Demnach ließ sich Dube im September 1997 gegen Bezahlung von ca. 4.000 Rand von einer Sicherheitsfirma entführen. Dabei sollte ihre Leibwächterin Fikile Mkhabela ermordet werden, weil sie sich mit ihr nicht verstand und eine andere KSBlerin die Leibwächterin von Dube werden wollte. Durch eine Verwechslung wurde bei der Entführung aber nicht Fikile, sondern Thobekile Mhlongo das Opfer. Man fand sie mit schweren Kopfverletzungen auf der Strasse liegend. Doch sie überlebte. Seither hat sie ihr Gedächtnis verloren und muss ständig Medikamente nehmen. Dube gab nach langem Leugnen dieses Jahr zu, die Entführung geplant zu haben. Stegen wusste mindestens seit 1998 von dem Verbrechen, versuchte aber seitdem, dieses zu verschleiern. Als es nun doch ans Licht kam, trennte sich Barney Mabaso, ein führender KSB-Leiter, samt seiner südafrikanischen KSB-Gemeinde in Tugela Ferry von Kwasizabantu. Seitdem versucht Stegen, Barney Mabaso als Lügner zu brandmarken und wirft ihm vor, Verwirrung anzurichten. Bleibt nur zu hoffen, dass in Kwasizabantu baldmöglichst die Kriminalpolizei ermittelt, denn die KSB ist längst zu einer öffentlichen Gefahr geworden.

aus:
Kwasizabantu – Erlo Stegen und die „Erweckung“ unter den Zulus
Joachim Rosenthal
1. Auflage 2000
ISBN 3-89397-456-3
Taschenbuch, 94 Seiten, DM 3,80
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