Ein Freifahrtschein für die Sünde

Warum ließ Erlo Stegen Lydia Dube alles durchgehen? /Ein Gerücht  will nicht verstummen  

Die jüngsten Enthüllungen über die Machenschaften des „gefallenen Engels“ der „Mission Kwasizabantu“, Lydia Dube, werfen in Kreisen der „Mission“, unter ihren Anhängern  und bei ehemaligen Zugehörigen aktuell besonders eine Frage auf. Alle suchen nach einer Erklärung dafür, warum der Protagonist  der angeblichen „Erweckung“, Erlo Stegen, trotz ihrer zahlreichen Verfehlungen bis hin zu Straftaten ein derart unverbrüchliches Verhältnis zu Lydia Dube hatte, dass sie tun und lassen konnte was immer sie wollte ohne irgendwelche Konsequenzen fürchten zu müssen. Alle rätseln über das Geheimnis der Beziehung zwischen Erlo Stegen und der Frau, die im jugendlichen Alter angeblich gestorben und im Himmel   Jesus begegnet und von dem  Sohn Gottes wieder auf die Erde zurückgeschickt worden sein will, weil ihre Freunde so sehr um sie trauerten. Alle fragen sich: Warum hatte Lydia bei Erlo einen Freifahrtschein für die Sünde“? 

 Auf dem Gelände der „Mission“ wird schon lange ein Satz kolportiert, den Lydia Dube leichtsinnigerweise mehreren Mitarbeitern gegenüber geäußert hat. Er lautet sinngemäß: „Ich kann das Werk Kwasizabantu an einem Tag zerstören, wenn ich es will“. Doch nicht erst seit dieser Satz die Runde macht wird über Lydia Dubes Sonderrolle in KSB getuschelt, schon seit vielen Jahren gibt es Mutmaßungen über die Unangreifbarkeit der oft als herrisch, unfreundlich und berechnend bezeichneten „Sizabantu-Heiligen“. Das Gerücht, dass die großspurige Drohung der Lydia Dube über ihre ungeheure Macht über das Werk Erlo Stegens vielleicht erklären könnte lautet: Stegen und Lydia Dube hatten ein sexuelles Verhältnis, sie  hat ein Kind von ihm. 

Dieses alte  Gerücht ist in Kwasizabantu nie verstummt, es bekam  immer wieder neue Nahrung, wenn in KSB die Rede auf Lydia Dube kam. Anfangs, in den 90er Jahren hieß es  erst, Erlo Stegen und Lydia Dube hätten ein Verhältnis miteinander, dann wurde hinter vorgehaltener Hand von einem sexuellen Verhältnis berichtet,  später hieß es, sie hätte ein Kind von ihm. Dazu hieß es: sie hätte dieses Kind zur Adoption freigeben müssen um den Ruf der Mission zu wahren.  Sehr viele Mitarbeiter und Ehemalige der Mission kennen das Gerücht, bestätigen konnte es bisher niemand. 

In einem Leserbrief zu einem Artikel von Dr. Peet Botha in seinem https://themissionary.blog/ schrieb vor wenigen Wochen  ein „Concerned“, auf Deutsch „Besorgt“, nun davon, dass es Zeugen dafür gebe, dass Lydia Dube tatsächlich vor etlichen Jahren im Tugela-District längere Zeit auf Tauchstation gegangen sein und ein Kind geboren haben soll. Er schreibt: 

Lasst uns einfach einen Moment hier bleiben: Es gibt ZULUS, die bezeugen, dass es vor vielen Jahren eine  gewisse  Thofozi Dube gab, Schwester von Jabulane Dube, (ja, DIE  Thofozi und DER   Jabulane), die  , während einige in der Hauptmission fragten, wo Lydia verschwunden ist, viele Wochen lang im District  von Tugela gesehen wurde, schwanger (nicht vom Heiligen Geist, wenn ich das hinzufügen darf) und schließlich hochschwanger, bis zur Geburt eines Kindes, das sofort zur Adoption freigegeben wurde. Es sind  ZULUS, die  das bestätigen , nicht „ignorante Weiße“. Aber natürlich – da sie so gut sind – werden die Dubes heute zweifellos alles leugnen und vorgeben, die „zu Unrecht Verleumdeten“ zu sein.“

„Concerned“ scheint sich, nach allem, was er schreibt, gut auszukennen in KSB in Südafrika. Wir können den Wahrheitsgehalt der Angelegenheit  derzeit nicht  prüfen – aber, wie es so heißt  hat fast jedes Gerücht  irgendeinen  wahren Kern. So war es auch mit Dieter Stegen, dem Sohn Heino Stegens. Der saß mit Unschuldsmine bei „Christen für die Wahrheit“ herum, kam zu  Sitzungen von „True Love waits“   – und war längst Vater eines unehelichen Kindes mit einer Zulu-Frau. Wie immer: Das Gerücht  wurde so lange energisch bestritten und geleugnet, bis es nicht mehr ging  und alle wussten: Es ist kein Gerücht, es ist eine Tatsache. Die sogenannte „Erweckung“ war bis auf die Knochen blamiert – vor allem wegen der missglückten Geheimhaltung der Angelegenheit. 

Die über Gebühr betriebene Geheimhaltungspolitik in Kwasizabantu ist vermutlich der Grund dafür, dass dort immer wieder die Gerüchteküche über alles Mögliche wild brodelte und die wüstesten Geschichten erzählt wurden. Deshalb:  Das muss bei Lydia Dube alles nicht so sein – es könnte  aber. Die Gerüchte über das Kind Lydias wurden übrigens mit zunehmender Dauer gelegentlich auch konkreter – aber nicht präziser. Immer wieder  war von einem Sohn die Rede der in der Schweiz studieren würde. Sogar den Namen wollen manche gewusst haben – Balu.  Aber ab und zu hieß es auch, es sei eine  Tochter – Genaues aber wusste niemand. Genauso wie die Mission Kwasizabantu für mitunter ungeheuerliche Wunder keine Zeugen aufbringen konnte sondern ungeprüfte Behauptungen in die Luft setzte, konnte bisher niemand die Existenz eines Kindes von Erlo und Lydia Dube glaubhaft machen geschweige denn nachweisen.  Gleichwohl stimmt, dass Lydia Dube in der für die Geburt  eines Kindes in Frage kommenden Zeit in den 90er Jahren  mehrere Monate nicht auf der Mission Kwasizabantu weilte und niemand offiziell wusste, wo sie steckte.  Auch das muss nichts heißen – kann aber. Wenn „Concerned“ von Zulus schreibt die   bestätigen könnten, dass Lydia Dube  „viele Wochen lang im District von Tugela gesehen wurde…schwanger und schließlich hochschwanger…“ mag das stimmen, aber überzeugender als diese Andeutungen wäre, zumal angesichts der momentanen Entwicklung in Kwasizabantu , diese Zeugen zu nennen und reden zu lassen. 

Da in der „Mission“ derzeit Dinge geschehen die niemand für möglich gehalten hätte, kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass das Gerücht über „Mama Dube“  stimmt. Es würde die alte Klassifizierung von Führern in Sekten abermals bestätigen von denen immer wieder drei Dinge genannt werden über die sie fallen: Sex, Macht und Geld.  Die Drohung Lydia Dubes, das Missionswerk  Erlo Stegens an einem Tag zerstören zu können muss einen ernsten  Hintergrund haben –  eine solche Drohung ist eine Erpressung nach dem Motto: „Funktioniert das hier nicht so wie ich will, dann zerstöre ich alles“.  Hat sie mit diesem – oder einem anderen Geheimnis  – Erlo Stegen seit Jahren in der Hand? Konnte sie ihn damit unter Druck setzen oder gar  erpressen, dass er ihr krumme Geschäfte, eine Entführung, Lügen über Lügen  und alle ihre Eskapaden wie Spielbankbesuche und Kontakte mit Hexendoktoren  immer wieder durchgehen ließ? Und: Wurde womöglich Erlo Stegen damit selbst ein Sklave dessen, was er bei anderen als Sünde bis aufs Äußerste verurteilt hätte? 

Wir wissen es nicht. Aber die Frage nach Erlo Stegens Freifahrtschein für Lydia Dubes Sünden bleibt im Raum. Womöglich wird sie nie beantwortet werden. Denn Lydia Dube  muss nicht mehr drohen, weil nur  sie alleine noch das Geheimnis ihrer  Beziehung zu Erlo Stegen kennt. Sie hat was sie wollte: Die Macht in Kwasizabantu, die Macht über einen wegen seiner Demenz hilflosen Erlo Stegen und die Macht über das Geld der „Mission“. Warum sollte sie, wenn es so wäre, in alle Welt posaunen, dass sie ein Kind von Erlo Stegen hat. Warum sollte sie mit der Offenbarung eines solchen Geheimnisses heute noch das Werk Erlo Stegens zerstören wollen, wo sie doch dessen Nutznießerin ist?