Ein Nein bleibt ein Nein

Friedel Stegen spielt auch bei den Ehen in Kwasizabanutu den lieben Gott

Auf einigen unserer Seiten  ist von den Heiratspraktiken in der Mission Kwasizabantus bereits die Rede. Da wird unter anderem berichtet, wie der Chef von Kwasizabantu Europa, der Bruder von KSB-Chef Erlo Stegen, Friedel Stegen, Menschen mit ihren Heiratanliegen manipuliert. Hier ein weiterer Fall.

Zur Erklärung – die Prozedur der Eheschließung in der Mission Kwasizabantu läuft wie folgt: Ein Mann, der beabsichtigt, eine Frau zu heiraten, muss dieses Anliegen seinem Seelsorger vortragen. In der Regel informiert dann dieser Seelsorger den Seelsorger der betreffenden Frau, der dieser den Wunsch des Mannes mitteilt. Die Frau wird dabei aufgefordert zu beten und auf Gottes Stimme zu hören. Irgendwann teilt die Frau dann ihrem Seelsorger mit, ob sie auf das Begehren des „Antragstellers“ einwilligt oder nicht. Im Falle eines Ja wird dann eine Verlobung abgehalten, die daraus besteht, dass das Paar in einem Verlobungsgottesdienst nach vorne gerufen wird, der Prediger sich zwischen Mann und Frau stellt, die Ringe verteilt und die beiden für verlobt erklärt. Bis zur Hochzeit ist jeder Kontakt zwischen den Verlobten untersagt – der „Reinheit“ wegen. Kein unbeaufsichtigtes Gespräch, kein gemeinsamer Ausgang in eine Eisdiele, nichts geschieht zwischen den Verlobten. Es heiraten sich in der Regel zwei Menschen, die sich überhaupt nicht kennen. Am Tag der Hochzeit sehen sich dann gelegentlich Prediger verpflichtet, dem Paar abseits der Hochzeitsfeier noch schnell so etwas wie einen Crash-Kurs in Sexualkunde zu erteilen. 

Aufgrund dieser Praktiken ist es bei den Eheschließungen immer wieder zu Manipulationen gekommen. So hat Friedel Stegen etwa einem Antragsteller im Jahr 1998 geraten, die Frau nicht zu heiraten, die er zu heiraten gedachte. Die Frau, so urteilte Stegen seinem Seelsorge-Klienten gegenüber, würde ihm „auf dem Kopf herumtanzen“ und sei nicht die richtige Frau für ihn. (Der Mann hat die Frau geheiratet und mit seiner Frau KSB verlassen.) Eine andere Frau verfolgte Stegen mehr als drei Jahre lang mit dem Wunsch eines Mannes, sie zu heiraten. Stegen nannte ihr zwar weder Nachnamen, Beruf, Herkunft oder sonstige Einzelheiten über den Mann, drängte sie aber, eine positive Entscheidung zu fällen. Nach über drei Jahren war die Frau das Theater leid, und sie wandte Stegen und Kwasizabantu den Rücken zu. (Siehe: „Bräutigam – unbekannt“.) Von der afrikanischen Zentrale der Mission ist bekannt, dass schon Träume irgendwelcher Mitarbeiter Anlass dazu waren, bestimmte Menschen miteinander zu verheiraten, die eigentlich nie miteinander verheiratet sein wollten. Die Manipulationen mit den Eheschließungen in Kwasizabantu sind sozusagen Tradition.

Nun ist ein weiterer Fall in Deutschland bekannt geworden, in dem Stegen sich erneut geistlichen Missbrauchs schuldig gemacht hat. Ein KSB-Anhänger aus Ostdeutschland hatte im Jahr 1999 Stegen in der Seelsorge mitgeteilt, er habe auf dem Herzen, eine Frau aus Süddeutschland zu heiraten. Stegen riet dem Mann, seinen Wunsch noch einmal zu prüfen ob er von Gott komme. Einige Zeit später bestätigte der Mann, er habe geprüft und bekräftigte seine Heiratsabsicht. Stegen und er verblieben dabei, dass Stegen den Heiratswunsch der Frau übermitteln wolle. Stegen gab dem Mann in keinem Moment das Gefühl, er könne gegen eine solche Heirat sein, im Gegenteil. Einige Zeit später erkundigte sich der heiratswillige KSB-Gänger bei Friedel Stegen, ob es schon eine Antwort gebe. Er erhielt die Mitteilung, die Frau habe noch keine Antwort aber sie werde darüber beten. Es verging wieder einige Zeit, bis der Mann erneut auf Stegen zuging und nachfragte. Bei diesem Treffen teilte Stegen ihm wörtlich mit: „Ihr Herz sagt nein“. Daraufhin fragte der Heiratswillige, ob er mit der Frau persönlich darüber sprechen könne. Stegen daraufhin: „Bloß nicht mit ihr sprechen, das Nein bleibt ein Nein“. Sie werde ihre Meinung nicht ändern.

Nun tat der Mann etwas, was sich in Kreisen Kwasizabantus nur die wenigsten trauen würden: Er griff zum Telefon, rief die Frau persönlich an und ersuchte sie, noch einmal über ihre Entscheidung nachzudenken. Die Frau bat ihn, sich deutlicher auszudrücken denn sie wisse nicht, welche Entscheidung er meine. Da berichtete er ihr von seiner Absicht, sie zu heiraten. Sie konnte es nicht fassen, denn Friedel Stegen, der sie 12 Jahre seelsorgerlich betreute, hatte mit ihr nicht ein einziges Mal darüber gesprochen, dass dieser Mann sie heiraten wollte. Sie hatte nie gesagt, sie werde darüber beten oder habe ein Nein dazu – denn bis zu diesem Anruf hatte sie von dem Heiratsanliegen nichts gewusst. Als sie den „Missionar“ telefonisch zur Rede stellte, wurde die ganze Sache noch erschütternder. Friedel Stegen versuchte sich herauszureden. Die Handhabung der Angelegenheit, als sie sich an Missionsleiter Erlos Stegen wandte, glich der einer sektiererischen Macht.

Für die Frau brach eine Welt zusammen. Als sie sich an ihren KSB-Gemeindeleiter wandte, speiste der sie damit ab, Friedel Stegen habe sie nur beschützen wollen. Die Frau sagt dazu: „Solange es Menschen wie diese Gemeindeleiter gibt, und leider gibt es zu viele davon in Deutschland, werden die Stegen-Brüder mit der Bibel in der Hand geistlichen Missbrauch ausüben können und viele Seelen in große Not bringen“.

Die Frau fragt sich heute, ob Stegen sie während ihrer langjährigen Zugehörigkeit zu Kwasizabantu vielleicht nicht schon vor anderen Männern „beschützt“ und deren Heiratsanliegen erst gar nicht an sie herangetragen hat. Und sie fragt sich, wie oft Friedel Stegen sie während der 12 Jahre belogen und betrogen hat. Sie fragt, ob es wirklich der Wille Gottes gewesen sei, dass sie ihren Sohn alleine aufziehen musste, oder dies auch der Manipulation und dem Missbrauch Stegens zuzuschreiben sei. 

Überdies fragt sie sich, wie viele Männer innerhalb Kwasizabantus von Stegen und den KSB-„Seelsorgern“ auf ähnliche Weise belogen und damit um die Frau gebracht wurden, die sie eigentlich heiraten wollten. Auch fände sie interessant zu wissen, wie viele Frauen in der Sekte wohl auf die gleiche Weise „beschützt“ wurden wie sie und wie viele es noch sein werden, die niemals von dem Heiratswunsch eines Mannes Kenntnis erhalten. 

Die Frau appelliert eindringlich an die Anhänger der KSB-Mission, in Heiratsangelegenheiten mutig die Antworten der Seelsorger zu überprüfen: „Fragt nach, ob sie stimmen“, rät sie. Sie hofft, dass all jene, die dem Missbrauch Sizabantus auf die Spur kommen, ihren Glauben an Gott nicht verlieren: „Gott trägt daran keine Schuld. Schuld haben die Brüder Stegen und die Gemeindeleiter, die noch heute bereit sind, dieses KSB zu unterstützen“. Die Frau wörtlich: „Für Gott ist in dieser Mission schon lange kein Platz mehr. Ich kann nur warnen vor dieser Sekte und Gott von ganzem Herzen danken, dass mein Sohn und ich da rausgefunden haben. Ich möchte mich zugleich auch bei allen Christen in meiner Stadt bedanken, die all die Jahre für uns gebetet haben. Denn sie wussten von Anfang an, in welch böse Sekte wir geraten sind. Wie nötig und auch tröstlich ist es aber, dass Gott sich seiner Herde selber annehmen will (Hesekiel 34) und das der gute Hirte die Seinen kennt und niemand sie aus seiner hand reißen darf (Johannes 10).“