„Ich schätze die genaue Prüfung“

Die Südostschweiz 20,Februar

St. Gallen. — Daniela Colombo ist nicht unglücklich, dass die Regierung so lange mit der Beantwortung der Interpellation zuwartet. «Ich schätze es, dass sie die Vorwürfe wirklich genau prüft», sagt Colombo. Und das beanspruche halt Zeit. Seit der Einreichung ihrer Interpellation sei sie von diversen ehemaligen Mitgliedern der Sekte kontaktiert worden, die weitere Vorwürfe erheben würden. «Ich würde meine neuen Unterlagen gerne dem vom ED beauftragten Anwalt übergeben», sagt sie. Sie hoffe, dass damit die Vorwürfe, die übrigens massiv seien, rechtlich hieb- und stichfest beweisbar würden. Das Problem sei aber, dass sich viele Ex-Mitglieder nicht getrauten, öffentlich gegen die Sekte auszusagen. Anderseits sei es auch nicht einfach, die Vorwürfe rechtlich zu untermauern. «Mir ist lieber, wenn das ED erst etwas unternimmt, wenn die Vorwürfe auch rechtlich beweisbar sind.» Sonst gehe am Ende Domino Servite gar gestärkt aus dem Fall hervor.