Pastor: Abtrünnige Missionsleiter verbreiten Lügen

Natal Witness, 10. Mai 2001

Ein Antrag des Leiters der christlichen Kwaaizabantu Mission, Reverend Erlo Stegen, an das Gericht in Pietermaritzburg wurde am Dienstag auf Ende des Monats vertagt. Mit dem Antrag sollte ein Verbot erreicht werden, das es seinem Bruder und zwei abtrünnigen Missionspastoren untersagt, diffamierende Behauptungen über seinen Neffen zu erheben.

Wenn diesem Antrag stattgegeben würde, hinderte dieses Verbot Stegens Bruder, Bodo Stegen und zwei abtrünnige Pastoren aus KwaSizabantu, Barney Mabaso und Phangusmusa Mntungwa daran, „zu veröffentlichen, zu sagen, zu schreiben oder in irgendeiner anderen Weise zu verbreiten“, dass Erlo Stegens Neffe, Dieter Stegen, der Vater eines Sohnes namens Paul Mkhwanazi (8) sei, der am 20. Juni 1992 nach einer „unangemessenen intimen Beziehung“ zu der Mutter des Jungen, Gemeindemitglied Khululiwe Mkhwanazi, geboren wurde.

Ein DNA-Test, der im Februar durch den Bluttransfusionsservice Natal durchgeführt wurde, kam zu dem Schluss, dass Dieter Stegen als der biologische Vater des Jungen „ausgeschlossen“ werden könne, obwohl Mabaso, Bodo Stegen und Mntungwa in ihrer eidesstattlichen Antwort aussagten, dass die Testergebnisse hätten gefälscht sein können, da der Manager des Bluttransfusionsservices dem Gericht keine eidesstattliche Erklärung abgegeben habe.

In seiner eidesstattlichen Erklärung vor dem Gericht sagte Erlo Stegen, er habe zahlreiche „diffamierende und verleumderische“ Berichte gegen seinen Neffen und die Mission gehört, bis hin zu Aufrufen, dass alle finanzielle Unterstützung für die Mission gestoppt werden solle bis diese Angelegenheit geklärt sei. Stegen sagte auch er glaube, dass er ungefähr 300 Gemeindemitglieder verloren habe, die austraten, nachdem die Behauptungen bekannt gemacht wurden.

Mabaso sagte in seiner eidesstattlichen Erklärung, er habe im letzten Juli die Mission verlassen, nachdem die Leiter der Mission die Entführung des leitenden Mitgliedes Lydia Dube von 1997 angeblich vertuscht hatten. Mabaso verursachte einen Ausstieg von über 400 Gemeindemitgliedern.

In seiner Antwort auf Stegens eidesstattliche Erklärung stritt Mabaso ab, dass sein Ausstieg aus KwaSizabantu irgendetwas mit der Sache der Vaterschaft des Jungen zu tun habe, stattdessen behauptet er, dass aus seiner Beziehung zur Mission durch die Art und Weise, wie mit der Entführung umgegangen wurde, ein gespanntes Verhältnis geworden sei.

Er behauptet, dass der Verbotsantrag die Vergeltung Erlo Stegens dafür sei, dass er die Mission verlassen habe.

Mabaso stritt auch ab, dass der die Leiter von KwaSizabantu als „gefallene Männer, die von dämonischen Geistern geleitet werden“ beschrieben habe, wie es in dem Verbotsantrag behauptet wird.

Mabaso, Bodo Stegen und Mntungwa sagten, ihnen seien Gerüchte erzählt worden, die in der Mission umgehen, und die Dieter Stegens „Promiskuität“ beträfen, von der sie behaupten, sie sei „allgemein bekannt“.

Obwohl die Mission KwaSizabantu regelmäßig Schulabgänger der Spitzenklasse hervorbringt, hat sie in den letzten Jahren Schlagzeilen gemacht nachdem Berichte über sektenartige Aktivitäten, das Schlagen von Schülern, Jungfräulichkeitstests und Exkommunikationen bekannt wurden. Zeitungsberichte haben die Mission auch mit Berichten über zwielichtige Aktivitäten durch den Geheimdienst der Apartheidsära in Verbindung gebracht.

Die Anhörung zu dem Verbotsantrag findet am 30. Mai im Gericht statt.