Von „Freispruch“ kann keine Rede sein

Das von KSB bezahlte Anwaltsteam kritisiert die Mission scharf / „Leitungsgremium soll sich auflösen“

Alles wird jetzt wieder normal laufen auf der Mission KwaSizabantu, hatte noch am vergangenen Wochenende der missionseigene Radiosender Khwezi versprochen. Schließlich hatte das Ergebnis der Untersuchungen der von KSB beauftragten und bezahlten sogenannten „Unabhängigen Kommission“ („Independent Panel“) über die Vorwürfe gegen die Mission am vergangenen Freitag, dem 20. Oktober 2020, noch nach einem glatten Freispruch geklungen. (Siehe: https://www.ksb-alert.com/nichts-keine-beweise-keine-beweise-keine-beweise/?lang=de ) Und auch das halbstündige Pressestatement danach ließ vermuten, dass sich die Missionsleitung für den Moment entspannt zurücklehnen könnte. Doch kaum war der Report der Anwälte Khumbu Shazi und Peter le Mottee drei Tage danach auch außerhalb von KwaSizabantu angekommen, war klar: nichts wird auf der Mission wieder normal laufen und entspannt zurücklehnen ist nicht – weil von Freispruch überhaupt keine Rede sein kann. Im Gegenteil.

Abwiegeln, täuschen und vertuschen sind eigentlich eine Spezialität der Missionsleitung KwaSizabantus, aber ihr Rechtsanwalt Keith Mathee zeigte bei der Präsentation des Panel-Reports, dass er das auch ganz gut kann. Er täuschte die Öffentlichkeit durch Weglassen, er vertuschte wichtigste Erkenntnisse durch Nichterwähnung und wiegelte die Vorwürfe gegen seine Klienten von KSB durch die falsche Conclusio ab, es gebe keine Beweise für irgendetwas und KwaSizabantu sei unschuldig. Was Mathee da sichtlich aufgebracht vortrug war eine Posse. Denn ein großer Teil dessen, was in dem Abschlussbericht der Panel-Anwälte Shazi und le Mottee steht, stellt der Mission KwaSizabantu ein miserables Zeugnis aus und bestätigt Vorwürfe, die seit mehr als zwei Jahrzehnten gegen KSB erhoben – aber von der Mission stets zurückgewiesen wurden. Ein guter Teil des Reports ist kein Freispruch – es ist ein Schuldspruch. Er beweist, dass Abwiegeln, täuschen und vertuschen für die Leitung der Mission KwaSizabantu schon immer wichtige Instrumente im Umgang mit der Öffentlichkeit waren und sind.

Beginnen wir mit einer der aktuellsten Lügen, die die Mission schon seit Jahren aufrecht erhält, deren Entlarvung wir aber jetzt dem Report verdanken: den falschen und täuschenden Angaben über den Gesundheitszustand von Missionsgründer Erlo Stegen, den sie auf der Mission auch „Augapfel Gottes“ nennen. Immer wieder wurde von KSB bestritten, der Chef sei dement, der Panel-Report aber klärt auf:

Zitat (übersetzt durch DeepL.com):

Interview mit Pastor Stegen

178 Vor dem Besuch der Mission waren wir von verschiedenen Parteien darüber informiert worden, dass Pastor Stegen an Demenz leidet.

179 Herr Greeff erzählte uns, dass er im Mai 2017 in der Mission war und sich mit Pastor Stegen getroffen habe. Er erklärte, Pastor Stegen könne sich nicht an seinen (Herrn Greeffs) Namen erinnern. Pastor Stegen fragte ihn 5 Mal nach seinem Namen.

180 Herr Greeff erklärte ferner, dass er 2018 eine von Pastor Stegens Predigten analysiert und entdeckt habe, dass er etwas 13 Mal wiederholt habe. Er gab an, dass bei Pastor Stegen eine beginnende Demenz diagnostiziert worden sei und dass er von einem Neurologen in Durban behandelt werde.

181 Dr. Botha teilte uns mit, dass Pastor Stegen ihm 2016 Einzelheiten über das Darlehen an Ndlela mitgeteilt habe. Er gab an, dass der Arzt der Familie Stegen 2014 mitteilte, dass Pastor Stegen beginnt, Anzeichen von Demenz zu zeigen. Er erklärte ferner, dass Pastor Stegen im Dezember 2017 und an den ersten beiden Sonntagen des Jahres 2018 Predigten hielt, und man merkte, dass sein Verstand nicht richtig funktionierte.

182 Dr. Botha sagte uns, dass Pastor Stegen sich nicht mehr unter Kontrolle habe und deshalb in der Mission „aus dem Verkehr gezogen“ worden sei.

183 Andere Zeugen sagten uns, dass seit 2018 niemand mehr Pastor Stegen sehen durfte.

184 In der Mission befragten wir Dr. Albu van Eeden und Ruth Combrink zu Pastor Stegens Zustand. Man teilte uns mit, dass Pastor Stegen bei klarem Verstand sei, außer dass er gelegentlich Vergesslichkeit habe, die mit dem Alter zu tun habe. Wir wurden auch darüber informiert, dass es ihm nicht gut ging, da er sich in den letzten Monaten mehreren Operationen unterzogen hatte. Es wurde uns gesagt, dass der Zugang zu ihm wegen der Bedenken von Covid-19 eingeschränkt worden sei.

185.Wir erhielten die Erlaubnis, mit Pastor Stegen zu sprechen.

186 Während unseres Gesprächs mit Pastor Stegen stellten wir Folgendes fest:
186.1. Pastor Stegen verstand die meisten unserer Fragen nicht;
186.2. er konnte die meisten unserer Fragen nicht beantworten;
186.3. er wiederholte sich ziemlich oft;
186.4. er hatte Momente der Klarheit, in denen er verstand, was wir sagten, und würde angemessene und relevante Antworten geben, aber das waren nur wenige.

187. Es wurde uns klar, dass die Mission Pastor Stegens Zustand heruntergespielt hatte. Wir beschlossen, das Interview nicht fortzusetzen, da Pastor Stegen eindeutig nicht in der Lage war, sich sinnvoll daran zu beteiligen.

An anderer Stelle heißt es:
Manfred Stegen teilte uns mit, dass sein Bruder, Pastor Stegen, sich vor vielen Jahren weigerte, seine Tochter zu heiraten, und er versteht immer noch nicht, warum. Das war der Grund, weshalb er sich gezwungen sah, die Mission zu verlassen. Es scheint eine Art Urteil über die Beziehung gefällt worden zu sein, aber wegen Pastor Stegens Alter und seines schlechten Gesundheitszustandes waren wir nicht in der Lage, mit ihm darüber zu sprechen und seine Seite der Geschichte zu hören.

Nach Klärung dieser Lüge wenden wir uns den Punkten des Abschlusspapiers des von KSB bezahlten „Independent Panel“ zu, die nicht zu der Sorte „Freispruch“ gehören. So berichtet der Report mehrmals von „beunruhigenden“ und „Besorgnis erregenden“ Praktiken auf der Mission und bezichtigt die Missionsleitung, eines Mangels an Verantwortlichkeit. Mal hält das Papier des Panel den „blinden Glauben“ in der Mission an die Unfehlbarkeit Erlo Stegens für bedenklich, mal kritisiert es ein nicht akzeptables Maß an körperlicher Züchtigung für Schüler durch Missionsmitarbeiter. Dann wieder beunruhigt die beiden Anwälte in dem Report die Tatsache, dass die Direktoren der KSB-Firma Ekhamanzi , zu der aQuelle gehört, keine Ahnung davon haben, wie die Mitarbeiter der Firma bezahlt werden. Besonders die Analphabetin Eunice Ngcamu wisse als Direktorin so gut wie nichts über das Unternehmen für das sie verantwortlich sei. Der Report kritisiert auch den Umgang der Mission mit den vor 20 Jahren von der Evangelischen Allianz Südafrikas erhobenen Vorwürfen und attestiert ihr einen Mangel an Objektivität und Bereitschaft zur Rechenschaft.

Was die Anwälte der Mission zum Schluss in ihrem Papier empfehlen, entspricht bisweilen dem, was der Mission schon immer vergeblich empfohlen worden ist, allerdings sind die entsprechenden Sätze in dem Report für die Mission geradezu ein Erdbeben. Denn die eigenen Anwälte empfehlen der Mission Wiedergutmachung bei ihren Opfern und raten auf eine Heilung der Beziehungen und die Versöhnung mit denen hin zu wirken, die sich der Mission entfremdet haben. Das selbst beauftragte Panel kritisiert die Führungsstruktur der Mission, empfiehlt die Auflösung des Leitungsgremiums – und eine Wahl der Mitglieder des Leitungsgremiums durch die Mitglieder der Mission. Sogar Teil einer größeren christlichen „Gruppierung“ zu werden, raten die von KSB bezahlten Anwälte, damit diese bei der Bewältigung der Herausforderungen, vor denen die Mission KwaSizabantu steht, behilflich sein kann.

Obwohl der Bericht – bei den Vorwürfen über Missbrauch, Vergewaltigungen sowie psychische und physische Gewalt in KwaSizabantu – beschönigend wirkt und fast ausschließlich von fehlenden Beweisen spricht, ist es eine Tatsache, dass die Mission KwaSizabantu noch nie seit ihrem Bestehen sozusagen aus den eigenen Reihen derart viel Kritik einstecken und geradezu revolutionäre Empfehlungen entgegen nehmen musste.

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Da das Ergebnis der Untersuchungen der von KwaSizabantu selbst beauftragten und bezahlten Anwälte im Gesamtzusammenhang der Skandale um die Mission insgesamt einen niedrigen Stellenwert hat, – die Präsentation hat deutlich gemacht, dass es KwaSizabantu ausschließlich um Selbstentlastung ging, wohl auch um die aus den Geschäftsverbindungen mit KSB ausgestiegenen Konzerne wieder an Bord zu holen – hier nur noch einige Zitate aus dem Bericht des Panels.

Nachdem wir diese Feststellung getroffen haben, gibt es jedoch einige Praktiken, die uns beunruhigen und gegen die wir vorgehen müssen. Diese werden im Hauptbericht und in unseren Empfehlungen behandelt.

Unsere Untersuchung brachte jedoch Fragen zutage, die uns in Bezug auf ein Darlehen, das die Mission einer Person namens Ndlela gewährte, Anlass zu großer Besorgnis gaben. Diese werden im Hauptbericht ausführlicher erörtert.

36 Wir haben jedoch festgestellt, dass die angeschlossenen Unternehmen, wenn man sich die Gesamtvergütungspakete der Mitarbeiter ansieht, für ihre Mitarbeiter viel besser abschneiden können und sollten als die derzeitige Position.

37 Wir stellten fest, dass die Unternehmen derzeit keine zusätzlichen Leistungen für ihre Mitarbeiter anbieten, nämlich Beiträge zum Pensionsfonds, Beiträge zur medizinischen Versorgung, Boni (13. Scheck – leistungsabhängiger Bonus)

Wir sind jedoch der Ansicht, dass es eine Reihe von Praktiken gibt, die Anlass zur Sorge geben und die angegangen werden müssen.

Herr Combrink sagte uns, dass, obwohl es jetzt den Anschein hat, dass die Mission betrogen worden sein könnte, behauptet aber immer noch, dass dies alles Teil von Gottes Plan ist, und deshalb hat Pastor Stegen keinen Fehler gemacht.

35 Die Art des „blinden Glaubens“ in das Urteil eines Führers, wie oben beschrieben, ist bedenklich, da es eine Weigerung oder Unfähigkeit zu geben scheint, Pastor Stegen als fehlbar anzusehen. Die Autoren des Berichts der Evangelischen Allianz aus dem Jahr 2000 haben diese Schwäche bereits vor zwanzig Jahren erkannt und erklärt: „Es scheint, dass einige dieser (Mitglieder) sich einem unangemessenen und übertriebenen Vertrauen in ihre Leiter hingegeben haben“.

Während unserer Untersuchung erfuhren wir von der Praxis, dass Schüler einen von einem Seelsorger unterschriebenen Zettel haben mussten, der dann einem Lehrer ausgehändigt wurde, und so wurden die Lernenden auf diese Weise überprüft.

Obwohl Frau Newlands bestritt, dass ein Geständnis jemals obligatorisch gewesen sei, räumte sie ein, dass einige Lehrer möglicherweise die oben erwähnte Praxis angewandt haben, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.

Wir stellen fest, dass die Notwendigkeit, ständig seine Sünden zu beichten (gewöhnlich vor einem Seelsorger), sehr stark betont wird, was oft zu Schuldgefühlen und Angst führt. Wir sprachen mit einer Reihe ehemaliger Mitglieder, die von der ständigen Furcht vor einem Urteil sprachen, falls es irgendwelche nicht gebeichteten Sünden gäbe.

Wir stellen fest, dass es ehemalige Mitglieder gibt, die die Mission desillusioniert und enttäuscht verlassen haben. Es ist jedoch auch wahr, dass viele Menschen die Mission durchlaufen haben und sehr dankbar für den Einfluss sind, den sie auf ihr Leben hatte.

Dr. Fleischmann nannte eine Reihe von Gründen, warum die Mitglieder nicht fernsehen:
67.1.es ist im modernen digitalen Zeitalter veraltet;
67.2. die Mitglieder haben keine Zeit zum Fernsehen;
67.3.es vermeidet die Möglichkeit, dass Kinder Zugang zu Pornographie haben.

161 Wir hörten einige beunruhigende Berichte über Fälle, in denen die Strafe über die Disziplin hinausging und streng und bösartig war. Einer der hochrangigen Führungskräfte, Herr Michael Ngubane, der beschuldigt wurde, besonders bösartig in der Art und Weise zu sein, wie er körperliche Strafen anwendete, gab zu, bei der Verhängung der Strafen häufig ein Stück Gummischlauch benutzt zu haben, und er räumte ein, dass er es manchmal „übertrieben“ haben könne. Auch wenn damals körperliche Züchtigung erlaubt war und die Mission diese Praxis nicht mehr praktiziert, sind wir der Meinung, dass die Mission unbedingt anerkennen muss, dass die Praxis manchmal über das akzeptable Maß hinausging.

235 Wir sprachen mit Herrn Ngubane und Frau Ngcamu, den Direktoren von Ekhamanzi. Sie hatten keine Ahnung, wie die Mitarbeiter bezahlt werden oder was im Unternehmen vor sich geht. Frau Ngcamu erklärte, dass sie nicht am Geschäft interessiert sei und dass sie nur an Angelegenheiten interessiert sei, die mit dem Wort Gottes zu tun haben.

236 Obwohl unser Gesetz nicht vorschreibt, dass ein Direktor einen besonderen Geschäftssinn haben muss, steht ein Direktor in einer treuhänderischen Beziehung zu einem Unternehmen, dessen Direktor er oder sie ist. Ein Verwaltungsratsmitglied muss seine Befugnisse und seine Funktionen mit einem gewissen Maß an Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit ausüben. Es war beunruhigend herauszufinden, dass sie so gut wie nichts über das Unternehmen weiß, für dessen Leitung sie verantwortlich ist, wie es das Aktiengesetz von 2008 vorschreibt.

EMPFEHLUNGEN

Die (begründeten oder unbegründeten) Vorwürfe gegen die Mission haben jedoch einige Fragen aufgeworfen, mit denen sich die Mission befassen muss. Im Folgenden geben wir der Mission Empfehlungen zur Prüfung.

Wie aus Abschnitt B Absatz 61 hervorgeht, fühlen sich die von uns befragten ehemaligen Mitglieder der Mission aufgrund ihrer Erfahrungen mit der Mission und ihren Mitgliedern ungerechtfertigterweise ausgegrenzt und verletzt. Wir vermuten nicht, dass die Ursache dafür allein auf Seiten der Mission liegt, aber wir haben den Auftrag, der Mission Empfehlungen zu geben.

3 Die Heilung der Beziehungen und die Versöhnung zwischen denen, die sich entfremdet haben, sind biblische Gebote. Unsere Empfehlung in dieser Hinsicht lautet daher, dass die Mission nach Wegen sucht, wie sie auf die Erreichung dieses Ziels hinarbeiten kann. Dafür gibt es einen Präzedenzfall. Herr Michael Ngubane räumte ein, dass die Formen der Disziplin, die vor 1995 in der Schule herrschten, möglicherweise übertrieben waren. Hein teilte uns mit, dass im Jahr 2000 ein Treffen mit einigen ehemaligen Schülern der Schule stattfand, bei dem Entschuldigungen ausgesprochen und um Vergebung gebeten wurden.

Was die Verfassung der Mission anbelangt, so werden ihre Angelegenheiten von einem Leitungsgremium geregelt, das aus nicht weniger als drei Kuratoren besteht, wobei ein Quorum aus zwei Kuratoren besteht. Jeder Kurator übt sein Amt auf unbestimmte Zeit aus, bis er/sie stirbt oder zurücktritt (obwohl er/sie durch einen Beschluss der Mitglieder abberufen werden kann). Wenn ein Kurator zurücktritt, ist er/sie berechtigt, seinen/ihren Nachfolger zu ernennen. Die gesamte Kontrolle und Macht über die Mission liegt somit bei potentiell zwei oder drei Personen.

5 Gemäß der ursprünglichen Verfassung bestand der Verwaltungsrat vollständig aus der Familie Stegen (Erlo, Friedel und Arno). In jüngerer Zeit kamen TH Dube und SJ Nsibande (die beide inzwischen verstorben sind) als Treuhänder hinzu, und die derzeitigen Treuhänder sind L Dube, BENgcamu, EH Stegen, ED Stegen und A van Eeden. Diese Personen, mit Ausnahme des Gründers, Pastor Stegen, sind entweder Familienmitglieder oder stehen ihm seit vielen Jahren sehr nahe und wurden vermutlich von ihm ernannt (nach den Rücktritten von Friedel Stegen und Arno Stegen).

6 Wir sind der Ansicht, dass die Führungsstruktur eine Schwäche und eine Belastung darstellt. Herr Boshoff weist darauf hin, dass dort, wo die Macht wieder in der Gruppe selbst liegt, diese zu einem Echoraum werden kann, der die Wünsche der Gruppe oder des Anführers bekräftigt oder sanktioniert.

Unsere Empfehlung lautet, dass:
7.1.dass das derzeitige Leitungsgremium der Mission aufgelöst wird;
7.2.die Verfassung mit Unterstützung der gesetzlichen Vertreter der Mission geändert wird;
7.3.die Zusammensetzung des Leitungsgremiums erweitert wird; und
7.4.ein System entwickelt wird, das es den Mitgliedern der Mission ermöglicht, zu bestimmen, wer die Mitglieder des Leitungsgremiums sein sollen; und
7.5.die Mitglieder des Leitungsgremiums für einen begrenzten Zeitraum ernannt/gewählt werden.

8. Der Missionsleitung mangelt es an Verantwortlichkeit. Die Herausforderung für die Mission besteht darin, unparteiische christliche Leiter außerhalb seiner selbst zu finden, die dabei helfen, Wege zu finden, mit verschiedenen Fragen auf eine objektivere Art und Weise umzugehen.

9 Der Bericht der Evangelischen Allianz aus dem Jahr 2000 hob unter anderem hervor, dass innerhalb der Mission ein Mangel an Bereitschaft zur Rechenschaft, ein Mangel an Offenheit gegenüber dem weiteren Leib Christi und ein Mangel an Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit und zum Dialog über wahrgenommene Probleme bestand.

10 In ihren Eingaben an uns kritisierte die Mission:
10.1.den oben erwähnten Bericht;
10.2.erklärte, dem Bericht liege die Behauptung zugrunde, dass die Verfasser des Berichts das biblische Recht hätten, eine andere Kirche zu untersuchen, insbesondere eine so komplexe und vielfältige Kirche wie die Mission;
10.3.erklärte ferner, dass jede Untersuchung tiefe Einsicht und Kenntnis der betroffenen Gemeinschaft erfordere, und dass es „nichts anderes als atemberaubende Arroganz und mangelnde Sensibilität gegenüber einer sehr komplexen und vielfältigen Gemeinschaft“ sei, dies tun zu wollen;
10. 4.er erhob Einspruch gegen die Tatsache, dass eine außenstehende Kirche/Gruppierung für sich selbst das Recht annahm, in ihre Angelegenheiten einzugreifen;
10.5.sagte, dass dies so wäre, als ob die Methodistische Kirche, wenn sie die Spaltung innerhalb der anglikanischen Kirche sähe, einseitig das Recht auf sich nehmen würde, einen Ausschuss zur Untersuchung der Uneinigkeit innerhalb der anglikanischen Kirche einzusetzen;
10.6.legte dar, dass dies offensichtlich einfach nicht von der Mission geduldet werden könne.

11 Wir halten diese Analogie nicht für ganz angemessen. Die Verfasser des Berichts repräsentierten ein breites Spektrum sowohl der evangelikalen als auch der ökumenischen Kirchengemeinden, und wir denken, dass es für die Mission unglücklich und der Sache nicht dienlich war, dass sie ihre Reihen schloss und in die Defensive ging.

12 Herr Boshoff verweist darauf, dass es der Mission in ihrer Geschichte an Objektivität und Rechenschaftspflicht mangelte. Herr Ferreira gab in seiner Beurteilung der Situation in der Mission an, dass:
13.1. er zwar davon überzeugt ist, dass es sich nicht um eine Sekte handelt, sagte aber, dass das, was vor zwanzig Jahren und auch heute passiert ist, mit dem Gebiet einhergeht, d.h. mit einem „chaotischen“ Missionskontext, in dem Satan auch von allen Seiten korrumpiert wird;
13.2. in diesem Kontext gibt es viel Raum für Fehler;
13.3.. Dies ist der Grund, warum die Mission dringend (im neuen „Kommunikationszeitalter“) auf eine sehr klar definierte Haftungsstruktur hinarbeiten und diese umsetzen sollte, da sonst die Sektenwolke weiterhin über der Mission hängen wird;
13.4. die Mission muss dringend die Möglichkeit untersuchen, Teil einer größeren christlichen „Gruppierung“ zu werden (mangels eines besseren Wortes), die diese Aufsicht ausüben kann, um bei der Bewältigung der Herausforderungen, vor denen sie steht, zu helfen.

14 Unsere Empfehlung in dieser Hinsicht lautet, dass die Mission zumindest zusammen mit ihren Zweig-/Schwesterkirchen im ganzen Land und in der ganzen Welt einen Rat einrichten sollte, dem gegenüber jede Mission/Kirche rechenschaftspflichtig ist. Keine einzelne Kirche oder Mission sollte die Mitgliedschaft in diesem Rat allein dominieren.
Der Grund dafür, dass die Menschen fast 30 Jahre später immer noch bereit wären, ihre Geschichten zu erzählen, liegt darin, dass diese Erfahrungen ihnen echten und dauerhaften Schmerz bereitet haben müssen. Für die Mission ist es wichtig, dies zu erkennen, es anzuerkennen und mit diesen Menschen Wiedergutmachung zu leisten.

17 Wir erhielten und lasen Hunderte von Eingaben von Menschen, für die die Mission viel Gutes getan hatte. Wir akzeptieren, dass die Mission viel Gutes für die Menschen getan hat und weiterhin tut; allerdings müssen die Mängel der Mission, wie lange sie auch immer in der Vergangenheit liegen mögen, behoben werden, damit die Menschen sich heilen und weiterleben können.

TOR 4-Geldwäschevorwürfe

18 Die Mission muss unverzüglich Anstrengungen unternehmen, um das Geld von Ndlela zurückzuerhalten. Die Mission muss diese Angelegenheit der Polizei melden, damit eine Untersuchung durchgeführt werden kann.

20 Unser Mandat erstreckte sich nur auf die Untersuchung der Frage, ob die Mitarbeiter angemessen bezahlt wurden, wie gesetzlich vorgeschrieben. Wir empfehlen jedoch, dass die Mission die Bereitstellung zusätzlicher Leistungen für ihre ständigen Mitarbeiter, insbesondere die Rente, prüfen sollte.