Warum haben Erlo Stegen und Kwasizabantu ihren Gerichtsantrag zurückgezogen?

Am Mittwoch, den 30 Mai 2001, vertagte das höchste Gericht Südafrikas in KwaZulu Natal seine Anhörung in der Sache zwischen KSB und Barney Mabaso und anderen auf den 5. September. Dies geschah aufgrund der Bitte von KSB, den Antrag zurückziehen zu dürfen, aber ohne Kosten. Der Anwalt der Mission gab bekannt, dass die Mission den Antrag gegen die fünf Beklagten zurückziehen wolle, denn die Mission habe ihre Ziele erreicht. Zwei Tage später, am 1. Juni 2001, gaben die KSB-Anwälte bekannt, dass ihre Klienten sich umentschieden hätten, sie zögen den Antrag nun zurück und übernähmen die Kosten der Beklagten.

Diese Ankündigung kam als gute Nachricht zu den fünf Beklagten und ihren Freunden und Familien. Trotzdem bleiben noch Fragen zu schwerwiegenden Dingen, die von Kwasizabantu in dem Gerichtsantrag vorgebracht wurden. Erlo Stegen und die Mission Kwasizabantu haben nicht spezifiziert, welche ihrer Ziele erreicht wurden, und warum sie jetzt ihren Antrag zurückgezogen haben.

Die eidesstattlichen Aussagen von Barney Mabaso, Phangumusa Mabaso und den anderen fechten die Wahrheit der Anschuldigungen der Mission Kwasizabantu gegen sie an und bringen Gegenbeweise, um diese Aussagen zu unterstützen. Sie bestreiten, die bösartigen Diffamierungen gegen Erlo Stegens gesagt zu haben, oder gegen den Verwandten, von dem Erlo Stegen behauptet, er sei diffamiert worden. Die fünf Angeklagten haben auch den Wahrheitsgehalt und die Genauigkeit der beschworenen Zeugenaussage von Kwasizabantus Missionsleiter Erlo Stegen bestritten, ebenso wie die der anderen, die zur Unterstützung des Antrages von KSB und Erlo Stegen eidesstattliche Erklärungen abgaben, einschließlich Friedel Stegen, Heino Stegen, Fano Sibisi, Margrit Olsen und Ernie Engelbrecht.

Gemäß dem Gerichtantrag war es eines der Ziele von KSB, die fünf Angeklagten der Diffamierung schuldig zu sprechen, ein Verbot zu erreichen, um weitere Diffamierung zum Schweigen zu bringen, und einen finanziellen Ausgleich für die Schäden zu erreichen, von denen Erlo Stegen behauptet, dass sie der Mission entstanden seien. Erlo Stegen behauptet, dass die Mission aufgrund der Verbreitung von angeblich unwahren und bösartigen Gerüchten über das uneheliche Kind seines Verwandten Spendenrückgänge zu verzeichnen hatte. Erlo Stegen behauptete weiter, dass Barney Mabaso und die anderen Männer diese falschen Gerüchte nach Übersee und in Südafrika verbreitet hatten. Das Ziel, die fünf Männer schuldig zu sprechen, ist nicht erreicht worden, da die fünf Angeklagten Beweise und andere unterstützende eidesstattliche Erklärungen vorlegen konnten, die den in dem KSB-Antrag behaupteten Tatsachen widersprachen und die Ansprüche von KSB zurückwiesen. Der Rückzug von KSB lässt jetzt alle Anklagen unbewiesen. Ebenso hat KSB nicht die Genugtuung auch nur der geringsten Entschuldigung oder eines Schuldeingeständnisses seitens Barney Mabaso, Mphangeni Mabaso, Mattias Lubke, Bodo Stegen oder Trevor Dahl erhalten.

Daher bleibt die Frage: Welche Ziele hat die Mission Kwasizabantu erreicht, dass sie den Antrag zurückgezogen hat? Eine mögliche Antwort liegt in der Tatsache, dass die fünf Angeklagten nicht nur bestritten, Erlo Stegen oder seinen Verwandten diffamiert zu haben, sondern weiterhin dem Gericht bestätigten, dass sie gegenwärtig und zukünftig auch nicht die Absicht hätten, sie zu diffamieren. Mit solch klaren Aussagen haben die Angeklagten dem Gericht gezeigt, dass ein gegen sie angeordnetes Verbot nicht unbedingt nötig sein mag. Dies vermag zu einem gewissen Grad erklären, warum KSB jetzt behauptet, das Ziel erreicht zu haben und dass es nicht für nötig gehalten wird, die Klage gegen die fünf Ex-Mitglieder von KSB gerichtlich weiterzuverfolgen.

Dennoch mag es andere Gründe dafür geben, dass KSB und Erlo Stegen den Gerichtsantrag jetzt zurückgezogen haben. Zum Beispiel ist eine der Haupaussagen Erlo Stegens, dass Barney Mabaso und Barneys Bruder Phangumusa sich mit ihren Gemeinden von KSB getrennt haben, weil sie fälschlicherweise glaubten, Erlo Stegens Verwandter habe ein uneheliches Kind gezeugt.

Barney Mabaso und Phangumusa geben in ihrer Antwort überwältigende Beweise, die Erlo Stegens Behauptungen widerlegen. Sie legen dar, dass ihre Entscheidung, die Mission zu verlassen, nichts mit Erlo Stegens Verwandtem zu tun hat, sondern aufgrund von Erlo Stegens Umgang mit der vorgetäuschten Entführung von Lydia Dube und deren Aufklärung geschah.

Barney Mabaso zitiert Tatsachen und bezieht sogar einen Brief ein, geschrieben und unterzeichnet von Erlo Stegen selbst, datiert von Juni 2000 (dieser Brief wurde in KSB-Gemeinden in Europa vorgelesen), in dem Erlo Stegen Barneys Weggang aus Kwasizabantu klar als durch Gründe bedingt ansieht, die mit dem Umgang mit Lydia Dubes Entführung zu tun haben, die Angelegenheit von Erlos Verwandtem und dessen angeblichem unehelichen Sohn wird darin nicht erwähnt.

Es gibt einen weiteren möglichen Grund zu der Annahme, dass die Mission Kwasizabantu und Erlo Stegen nicht so sehr ihr Ziel erreicht haben als dass sie sich vielmehr zurückziehen, oder dass ihnen Angesichts der möglichen Schwächen und Ungenauigkeiten ihrer Behauptungen und Anklagen vor dem Gericht geraten wurde, den Antrag zurückzuziehen. Dies kann sehr wohl damit zusammenhängen, dass die unterstützenden eidesstattlichen Erklärungen der Familienmitglieder des unehelichen Kindes, das angeblich zu Erlo Stegens Verwandtem gehört, behaupten, dass er zugegeben habe, der Vater des Kindes zu sein, und dass er auch der Familie des Kindes als dessen Vater bekannt ist. Ein Vergleich der Aussagen in den eidesstattlichen Aussagen von KSB und denen der Beklagten hebt die ungelöste Frage hervor: Wer lügt? Ist es Erlo Stegen und mit ihm die Leiterschaft von KSB? Oder sind es die fünf Angeklagten und die Familienmitglieder des unehelichen Kindes?

Die fünf Angeklagten und auch viele Christen im In- und Ausland, stehen angesichts der Situation weiterhin vor dem Rätsel, dass neben anderen offenbar verworrenen Aussagen Erlo Stegen es gewagt hat, unter Eid auszusagen, dass Barney und Mphangeni Mabaso Kwasizabantu hauptsächlich wegen dieser Sache mit dem unehelichen Kind verlassen hätten. Es mag niemals ganz klar werden, was die Mission Kwasizabantu dazu gebracht hat, die Anklage zurückzuziehen. Vielleicht haben die Gebete und Ermahnungen des weiteren Leibes Christi die kleine Flamme des Gewissens in einem oder mehreren der Leiter von KSB entzündet, und vielleicht sind Erlo Stegen die möglichen Folgen seiner Handlungsweise – und derer der KSB-Leiterschaft – in dieser Angelegenheit deutlich geworden.

Nun ist es das Gebet vieler Menschen, dass von einer solchen Flamme der Funke überspringen möge und dass Erlo Stegen und die KSB-Leiterschaft Gottes Licht sehen und die ruhige, leise Stimme Christi hören mögen, die sich nach Wahrheit, Heilung, Wiederherstellung und Auflösung der Krisen rund um die Mission Kwasizabantu sehnt.